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Verbraucht und ausgemustert
 
Der Mensch ist doch keine Maschine!

Dass Maschinen und technische Gebrauchsgegenstände anscheinend immer schneller kaputt gehen und eine Reparatur teurer ist, als ein Neugerät, ist schon sehr ärgerlich – und, es ist auch ein unnötiger Verbrauch an Ressourcen. Viele gehen damit inzwischen leider ganz easy um, so als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Denn auf diese Weise kann man immer up to date sein und braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, weil man eine ältere Version verschrotten musste.
Wir sind zu einer Wegwerfgesellschaft geworden. Und das im doppelten Sinne. Denn nicht nur technische Utensilien, Möbel und ähnliches fallen dem zum Opfer, sondern der Mensch selbst wird langsam mehr und mehr zu einem Gebrauchsgegenstand, zu einem Produkt, das man anscheinend ganz leicht entsorgen kann. Er wird gedrillt und zurechtgestutzt, soll immer funktionieren und produktiv sein – egal, wie viel Druck oder Probleme auf ihn einstürmen. Doch der Mensch ist keine Maschine, er kann nicht einfach mit neuen Batterien bestückt werden und funktioniert dann wieder. Und auswechseln ist auch nicht gerade leicht, denn woher sollen die neuen Helfer kommen, die über die adäquaten Fähigkeiten verfügen?
Das gilt vor allem für Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, denn sie sind für das Funktionieren in unserer Gesellschaft geradezu überlebenswichtig. Dabei wäre es eigentlich gar nicht so schwer, etwas zu ändern. Denn der Staat sind wir! Wir selbst sollten mit der Welt und den Menschen besser umgehen, für den anderen da sein, ihn notfalls mal auffangen und trösten, ihm das Gefühl geben, er ist nicht allein. Und nicht erst warten, bis dieser Mensch am Burn-Out-Syndrom zusammenbricht.
 
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