Ausverkauf

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Wer will noch ein Stück?
 
Wir Menschen lieben es, wenn mal wieder irgendwo ein günstiges Schnäppchen zu erhaschen ist. Ob wir es wirklich brauchen, ist oftmals eher eine Nebensache. Nur leider vergessen wir, dass es einen Ausverkauf nur geben kann, wenn irgendwo ein Verlierer im Spiel war. Unsere Natur ist für uns wohl auch nur ein Schnäppchenmarkt. Wir zerschneiden größere Grünflächen wie einen Kuchen und kappen so Verbindungslinien, die viele Tiere dringend bräuchten, um Nahrung zu finden oder um sich fortpflanzen zu können. Es ist so, als würden die Flure und Treppen eines Mehrfamilienhauses zu Geh- und Fahrradwegen umfunktioniert werden. Wer dann mal gerade dringend zur Toilette oder in die Küche will, muss erst mal warten, bis alle Mountainbiker vorbei gefahren sind. Oder wir wollen schlafen, doch zu viele Fußgänger passieren laut redend die Wohnungspfade. In einer solchen Wohnstätte würden wir doch wohl nicht bleiben wollen, oder? Und so geht es vielen Tier- und Pflanzenarten. Entweder wandern sie aus – wenn sie können, oder sie sterben aus. Zurück bleibt eine Art Lücke, die ein eingespieltes System aus dem Gleichgewicht bringt. Gleichzeitig machen wir Menschen uns Sorgen um zu viele Einwanderer, die unseren Staat zerstören könnten. Doch eine Vielzahl der wirklich gefährlichen Einwanderer ist recht klein und wird anfangs gar nicht groß bemerkt. Es sind die Kleinsttiere, die teilweise versehentlich durch den überhöhten Reiseverkehr zu uns kommen oder gar absichtlich als Helfer importiert wurden. Sie wissen geschickt diese leer gewordenen Nischen zu besetzen und verdrängen oftmals unsere einheimischen Arten, da sie meist stärker im Wachstum und schneller in der Fortpflanzung sind. Sie haben begonnen, mit uns eine Partie Schach zu spielen und ich könnte mir vorstellen, dass sie uns alle durchaus Schachmatt setzen könnten. Mir scheint, wir sollten unsere Betrachtungsweisen etwas ändern und unserer Prioritäten überdenken.
 
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