„Nur wenige Männer nutzen die Krebsfrüherkennung“

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Im Jahr 2018 sind alleine im Saarland 956 Männer am Prostatakarzinom erkrankt. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren gestiegen. „Leider wissen nur wenige Männer, dass auch für Prostatakrebs eine gesetzliche Früherkennungsuntersuchung angeboten wird“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling.
Zwei Drittel aller Erkrankungen bei Männern treten vor Erreichen des 75. Lebensjahrs auf. Grundsätzlich gilt, dass bei einer frühzeitigen Entdeckung einer Tumorerkrankung die Chancen für Behandlungserfolg und Heilung steigen. Neben der Untersuchung auf Prostatakrebs steht der sogenannte PSA-Test, also die Bestimmung der Menge des prostataspezifischen Antigens im Blut als weiterer ergänzender Test

zur Verfügung. Dieser ist allerdings nicht Teil der gesetzlichen Leistungen zur Krebsfrüherkennung.

„Als Gesundheitsministerin und -staatssekretär ist es unsere Aufgabe alle Saarländerinnen und Saarländer auf die Krebsvorsorgeleistungen aufmerksam zu machen. Wir appellieren an alle Männer, sich über die Möglichkeiten der Prostatakrebsfrüherkennung zu informieren und das Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen, um die Wahl der Früherkennungsmaßnahmen an der individuellen Situation auszurichten“, so Bachmann und Kolling abschließend.
Neben Leistungen zur Prostatakrebsfrüherkennung können Männer im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre eine Untersuchung auf Hautveränderungen sowie zur Darmkrebsvorsorge im Alter von 50 bis 54 Jahren einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl sowie ab 55 Jahren die Darmspiegelung in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zur Früherkennungsuntersuchung und zu Informationskampagnen sind unter www.soziales.saarland.de zu finden. Weitergehende Informationen zur Krebsvorsorge und –früherkennung unter www.krebsinformationsdienst.de.